
Programm & Ablauf
Blochziehen Fiss
Ausgangspunkt - Start um 12.30 Uhr
Stopp Platz - ca. 13.45 Uhr
Stopp Toalstock - ca. 14.45 Uhr
Stopp Vorstatt - ca. 15.20 Uhr
Stopp Fonnes - ca. 16.00 Uhr
Verpflegungsstation
Öffentliches WC
Erste Hilfe
Vom Kulturhaus bis zum Fonnesplatz
Der Weg des Blochs durch Fiss
Ausgangspunkt
12.30 Uhr - Start beim Kulturhaus Fiss
13.00 Uhr - Aufzug aller Fasnachtler ohne Bär und Miasmann mit der Musikkapelle
13.30 Uhr - Beginn des Blochziehens beim Kulturhaus am östlichen Dorfeingang
Am Tag des Festes – immer ein Sonntag – laufen um halb eins die Schallner, die Mohrelen und der Bajatzl durch das Dorf und kündigen dadurch den Beginn des Zuges an. Dies ist gleichsam ein „Wegaufmachen“, ein Vertreiben der Dämonen und bösen Geister, bevor der Bloch kommt.
Beim Kulturhaus auf Schlitten treffen sich sodann alle Fasnachter, allerdings ohne Bär und Miasmann, und begeben sich an ihre Plätze. Die Einteilung beim Baum erfolgt durch den Fuhrmann, der während des Blochziehens die Kommandos gibt.
Die Bärentreiber und Mohrelen an die Deichsel, die Oberhexe in die Hütte, die Schallner (Scheller), Bauern und anderen Handwerker an die Querhölzer am Baum und der Schwoaftuifl ans Ende des Baumes, wo er immer wieder versucht, diesen durch "schrepfen" (bremsen) zu stoppen.
Frei um den Baum herum und auf den Hausdächern treibt der Bajatzl seine Späße. Ebenso der Giggeler, der ab und zu eine Dorfschöne belästigt. Selbstverständlich ist auch die fasnachtlich gekleidete Musikkapelle dabei, deren Marketenderinnen durch Männer abgelöst wurden.
Stopp Platz
ca. 13.45 Uhr beim Platzbrunnen
Der Zug setzt sich in Bewegung. Aber schon am ersten Hauptplatz - beim Platzbrunnen - stockt es, und der Bär muss zum Mitziehen eingefangen werden. In der Zwischenzeit sagen die Hexen Sprüche auf, in denen sie Dorfbegebenheiten an die Öffentlichkeit bringen. Der Bär wird nun mit einer Kette vorn an die Deichsel gespannt und der Zug geht weiter.
Stopp Toalstock
ca. 14.45 Uhr beim Toalstock
Im Laufe dieser Steigung kommt dieser wieder zum Stehen. Weitere Hilfe wird benötigt, und der Miasmann muss eingefangen werden. Auch er wird vor den Baum gespannt und muss nun mitziehen. Unbewachte Augenblicke nützen jedoch die Hexen und der Schwoaftuifl, um den Bären und den Miasmann freizulassen, worauf diese wieder eingefangen werden müssen.
Stopp Vorstatt
ca. 15.20 Uhr beim Vorstatt Brunnen
Nun geht es weiter in die sogenannte Vorstatt. Hier wird wieder Halt gemacht. Anschließend muss eine Kurve und Gefälle bewältigt werden. Da sind die Braxer gefordert, um den Baum in die entsprechende Richtung zu bekommen. So mancher Schlitten ist hier zu Bruch gegangen. Er muss ausgewechselt werden und eine erzwungene Pause ist die Folge.
Stopp Fonnesplatz
ca. 16.00 Uhr im Ortszentrum
Nach viel Mühlsal und unterhaltsamen Aufführungen, bei denen auch das Publikum miteinbezogen wird, erreichen die aktiven Fastnachtler nach Stunden den Fonnesplatz im Ortszentrum. Dort wird der Bloch an den Meistbietenden versteigert und der Umzug beendet.
Die Versteigerung erfolgt durch den jeweiligen Bürgermeister. Es gilt als wahre Prestigeangelegenheit, den Zirbenbloch zu ersteigern. An engagierten und großzügigen Bietern hat es in Fiss noch nie gefehlt. Der Erlös kommt der Fastnacht sowie verschiedenen Projekten der Dorfgemeinschaft bzw. sozialen Einrichtungen zugute.
Beim Betläuten um 19 Uhr darf sich keine am Umzug beteiligte Maske mehr sehen lassen.
Blochbaumball
Für die Mühen des Tages wird nach Ostern ein Fasnachterball abgehalten. Der Vollzug dieses alten Brauches ist immer wieder ein großes Ereignis für die Dorfgemeinschaft, die hoffentlich noch lange das Priester- und Dichterwort Ottokar Kernstocks beherzigen mögen:
"Besser kann kein Volk vererben,
als ererbten Väterbrauch,
wo des Landes Bräuche sterben,
stirbt des Landes Blüte auch."

