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Miasmann, Bär & Mohrelen

Der Miasmann, Moosmann oder Wilde Mann mit seinem Kostüm aus Baumflechten zählt zu den mythologischen Gestalten. Er ist ein unheimliches Wesen und verkörpert die ungezwungene Natur im Menschen, das Ungestüme, das Wilde („Bei Moos, Wasser und Schwämmen im Wald aufgewachsen und an Stärke ohnegleichen..."), das nur von einem kräftigen Burschen dargestellt werden kann.

 

Er wird beim Umzug am Toalstock eingefangen und neben dem Bären mit einer Kette an die Deichsel gespannt. Die beiden unheimlichen und ungestümen Wesen müssen mit viel Mühsal gebändigt werden. Und erst am Ende des Umzuges tragen sie mit vereinten Kräften dazu bei, dass der Bloch an seinem Bestimmungsort im Dorfzentrum landet. 

 

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Der Bär wird von einem großen und starken Bursch verkörpert. Er ist ein Symbol der Fruchtbarkeit, wird vor dem ersten Anstieg eingefangen und vor den Bloch gespannt, um ein ungehindertes Fortkommen zu sichern. Das Bändigen des Bären bedeutet auch das Besiegen der Naturgewalten, sprich Winter, Kälte, Frost und Eis.

 

Die Mohrelen werden von kleinen, aber konditionsstarken Burschen und Männern verkörpert und sind beim Einfangen des Bären durch das Legen einer Seilschlinge behilflich. Sie sind von schwarzer Gestalt und fremdartigem Aussehen und symbolisieren das Bemühen, sämtliche Kräfte zu mobilisieren, um das Böse, die Geister und Dämonen zu vertreiben. Durch das Klingen der kleinen Schellen soll das Frühlingserwachen sanft eingeläutet werden.

 

 

Nächstes Blochziehen

30.01.2022

 

Nächstes Kinderblochziehen

02.02.2020

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